Traditionelles Taekwon-Do

Taekwondo Schriftzeichen

Tae — Fuß

Kwon — Faust

Do — Weg/Geist

Taekwon-do

Der Weg des Fußes und der Hand

Taekwon-Do stammt aus Korea und ist eine der ältesten Kampfsportarten der Welt. Das traditionelle Taekwon-Do, wie wir es trainieren, wurde vor über 60 Jahren durch Großmeister Kwon Jae-Hwa nach Europa gebracht. Es ist eine kontaktfreie Bewegungskunst, die die körperliche Fitness und Gesundheit ganzheitlich fördert. Durch kontinuierliches Training werden darüber hinaus das Selbstbewusstsein und die Willenskraft gestärkt. Hierdurch lässt sich ein positiver Einfluss auf alle Lebensbereiche erzielen.

Das Fundament

Die Säulen des Taekwon-Do

Hyong – Formenlauf
Formen im traditionellen Taekwondo

Die Formen sind vorgegebene Bewegungsabläufe, die einen Schattenkampf symbolisieren und im Training regelmäßig geübt werden.

Taeryeon – Kampf
Freikampf im traditionellen Taekwondo

Der Bereich Kampf beinhaltet neben dem Freikampf auch die Teilbereiche des Einschrittkampfes und der Selbstverteidigung.

Kyek Pa – Bruchtest
Bruchtest im traditionellen Taekwondo

Durch den Bruchtest wird die Effektivität der Technik demonstriert. Gleichzeitig fördert er die Stärkung der Willenskraft.

Gemeinsame Werte sind das Fundament einer guten Gemeinschaft.

Werte

Die DNA des
Taekwon-Do

Jeder Mensch lebt nach bestimmten Werten nach denen Entscheidungen getroffen werden. Oft macht man sich diese im Alltag nicht bewusst. Es ist gar nicht so selten, dass die unbewussten Werte, nach denen man handelt, nicht die Werte sind, entsprechend derer man bewusst gerne leben würde. Die Werte des Taekwon-Do sollen helfen ein gutes Miteinander zu schaffen und dazu beitragen, ein zufriedeneres Leben zu führen.
Diese werden – genau wie die einzelnen Bewegungen – durch die Art des Trainings und den Umgang miteinander stetig geübt.

Höflichkeit

Verhalte dich deinen Mitmenschen gegenüber höflich. Ein höflicher Umgang, geprägt von Toleranz und Respekt ist nicht nur im Training, sondern in jedem sozialen Kontakt wichtig. Er ermöglicht ein wertschätzendes Miteinander und übt uns in Empathie. Wir sollten uns nicht anmaßen alles über unser Gegenüber zu wissen, daher steht uns auch kein Urteil über dessen Handlungen zu.

Integrität

Verhalte dich entsprechend deiner Werte und Ansichten. Stehe zu deinem Wort und sei ehrlich zu dir und zu anderen. Dies bedeutet, sich und andere als Individuen mit eigenen Lebensgeschichten ernst zu nehmen und anderen die ehrliche Wahl zu geben, wie sie mit deinen Ansichten umgehen wollen. Nur so sind ein respektvoller Umgang und ein wirkliches Kennenlernen des Gegenübers möglich.

Durchhaltevermögen

Kenne deine Ziele. Durchhaltevermögen ist nichts wert, wenn es nicht zielgerichtet ist. Wenn du weißt, wo du hin willst und was du erreichen möchtest, kannst du viele Schwierigkeiten überwinden und deinen Weg finden, Dinge zu erreichen, die du nie für möglich gehalten hast. Aber hinterfrage deine Ziele: Worum geht es dir dabei? Geht es dir um die Anerkennung von anderen oder um etwas, was dich als Person zufrieden macht?

Selbstdisziplin

Kenne dich selbst. Lerne deine Grenzen kennen und mit diesen zu arbeiten. Nur, wenn du deine Schwächen kennst, kannst du lernen mit ihnen umzugehen und sie zu überwinden, um deine Ziele zu erreichen. Das bedeutet auch die eigenen Grenzen zu respektieren, an ihnen zu arbeiten und sie irgendwann Stück für Stück zu verschieben.

Unbezwingbarkeit

Stehe für deine Ziele und Werte ein und verteidige diese notfalls. Bewahre dir gleichzeitig aber eine offene Geisteshaltung, denn nur so kannst du wachsen und verhindern, dass deine Ansichten und Ziele versteinern. Nur wenn der Kontakt zu dir noch vorhanden ist und du dich nicht durch Starrheit von deinen Zielen entfremdest, kannst du wirklich unbezwingbar werden.

Formen im traditionellen Taekwondo

Hyongs

Kraft. Ausdruck. Ästhetik.

Die Formen (Hyongs) verkörpern Angriffs- oder Verteidigungstechniken, die einem festgelegten Schema folgen. Mit steigendem Können steigt auch die Komplexität der Bewegungsabläufe. Man setzt sich beim Formenlauf mit mehreren imaginären Gegnern in unterschiedlich gestellten Situationen auseinander und nutzt dabei alle zur Verfügung stehenden Techniken des Taekwon-Do. Dadurch werden nicht nur die Techniken vertieft, sondern auch das Verständnis, was einzelne Techniken bewirken und wofür sie eingesetzt werden. Der Formenlauf führt damit zum Erreichen eines größeren Spektrums der Kombinationsmöglichkeiten, zu einer verbesserten Atemkontrolle und einem starken Durchhaltevermögen.
Kraftvoll ausgeführt trainieren die Formen die Muskulatur und die Kondition und bieten gleichzeitig einen ästhetischen Anblick. Erfahre hier mehr über unsere einzelnen Formen.

Freikampf im traditionellen Taekwondo

Taeryeon

Präzision. Power. Kontrolle.

Beim Kampf (Taeryeon) geht es um die Anwendung der Taekwon-Do Techniken gegen einen oder mehrere Gegner. Im traditionellen Taekwon-Do setzt sich der Kampf aus einfachen Sparring-Übungen mit festgelegten Angriffstechniken, über Selbstverteidigungstechniken bis hin zum völlig freien Kampf zusammen.
Auch wenn all unsere Kämpfe kontaktfrei ablaufen sind sie unerlässlich zur Stärkung des Kampfgeistes, zur Schulung der Reaktion und zum tieferen Verständnis der Techniken.
Je länger und intensiver der Kampf geübt wird, desto präziser, stärker und kontrollierter werden die Bewegungen. All das führt zu einer stetig besser werdenden Körper- und Selbstkontrolle, die es erlaubt, Techniken mit maximaler Kraft auf den Punkt auszuführen.

Bruchtest im traditionellen Taekwondo

Kyek Pa

Willenskraft. Stärke. Mut.

Der Bruchtest (Kyek Pa) dient in erster Linie dazu, gelernte Techniken anzuwenden und deren Effektivität zu prüfen. Sich selbst zu überwinden, gegen einen massiven Gegenstand wie Holz oder Stein zu treten oder zu schlagen, dient der Stärkung der Willenskraft. Durch die regelmäßige Überwindung lernt man, Hürden zu meistern und selbst gesteckte Ziele zu erreichen. Dieser Effekt reicht weit über das Taekwon-Do hinaus.

Galerie

Traditionelles
Taekwon-do

Die Entstehung des Dojangs